45.000 mit Strom versorgt

ELKAP heißt: Elektrizität für Kapanga. Durch das Projekt „ELKAP“ wird Armut auf umweltverträgliche Weise bekämpft. ELKAP versorgt mehr als 45.000 Einwohner im Süden des Kongo mit Strom und fördert die ländliche Entwicklung nachhaltig. Das Projekt konnte mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission umgesetzt werden.

Auf dem Land hat durchschnittlich nur jeder Hunderste Zugang zu Strom

Die Demokratische Republik Kongo ist mit einer Fläche von 2,3 Mio. km² der zweitgrößte Staat Afrikas. Wegen fehlender Elektrizität vor allem im ländlichen Raum sind fast alle Kongolesen auf die unkontrollierte Abholzung ihrer Wälder für Brennholz angewiesen mit der Konsequenz von ökologischen und klimatischen Schäden. Der Wasserreichtum der Flüsse ist allerdings derart günstig verteilt, dass sich viele dezentrale Möglichkeiten bieten, Strom aus Wasserkraft zu erzeugen. Die Elektrifizierungsrate der D.R. Kongo beträgt etwa 11% – rund ein Drittel des Durchschnitts in Schwarzafrika – und diese Rate ist aufgrund häufiger Stromausfälle nicht stabil. Nur 1% der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten, wo immerhin 77% der Gesamtbevölkerung lebt, hat Zugang zur Stromversorgung.

Mit Wasserkraft zu grüner Energie

Am 19. September 2015 veranstalteten die Salvatorianer im Kongo die offizielle Einweihung ihres ländlichen Elektrifizierungsprojekts ELKAP. In Anwesenheit des Gouverneurs von Katanga, des Botschafters der Europäischen Union und einiger Vertreter der örtlichen Gemeinde feierten sie mit Tausenden Einwohnern. Die Salvatorianer im Kongo begannen das Projekt ELKAP 2011. Nach gut dreieinhalbjähriger Bauzeit wurde das Kraftwerk im November 2014 in Betrieb genommen. Eine neu errichtete Betreibergesellschaft vereinigt alle örtlich Beteiligten: vom traditionellen Dorfoberhaupt, über die politische Gemeinde, bis hin zu den Salvatorianern. Im Rahmen dieses Projekts wurde  ein Kleinwasserkraftwerk errichtet, das grüne Energie erzeugt. So schützen wir auch die Brennstoffreserven in dieser abgelegenen Savannenlandschaft.

Aufwind für Region und Menschen

Das Kraftwerk erzeugt 200 kW grüner Energie und hat ein Stromversorgungsnetz, das Musumba, Ntita und Kapanga verbindet. Verwaltet von den Salvatorianern als eigenes gemeinnütziges Unternehmen versetzt ELKAP Krankenhäuser in die Lage, Medikamente in Kühlschränken zu verwahren und auch nachts Notoperationen durchzuführen. Menschen können sich mit kleinen Unternehmen und Werkstätten selbständig machen, die von Strom abhängig sind, zum Beispiel bei der Lebensmittelverarbeitung und beim Metallschweißen. Die Telefonantenne ermöglicht eine stabile Kommunikation, und nicht zuletzt kann die Bevölkerung in diesem isolierten Gebiet ein wenig mehr Komfort genießen.

Unser Projekt in Bildern

So können Sie helfen

Das Projekt wurde mit Hilfe der Europäischen Union 2015 umgesetzt. Wir planen und realisieren jedoch immer wieder Projekte mit regenerativer Energieversorgung.

Grüne Energie ist in unseren Augen Zukunftsmotor. Helfen Sie uns mit einer freien Spende, damit wir ähnliche Initiativen weltweit starten können.

Standort
Kapanga, Dem. Rep. Kongo

Salvatorianer in der Dem. Rep. Kongo

Seit 1955 engagieren sich die Salvatorianer in vielfältiger Art und Weise in der Republik. Seit ihrer Ankunft konzentrieren sie sich auf die schulische Bildung.  Die Mitbrüder vor Ort gründeten Schulen in den Gebieten von Sandoa, Kapanga und später Kolwezi.
Daneben spielt auch die Entwicklungsarbeit eine wichtige Rolle.  Salvatorianer bauten Brücken, Deiche und Wasserkraftwerke in Kapanga, gründeten landwirtschaftliche Genossenschaften, betreiben Viehzucht und medizinische Zentren. Schliesslich leisten wir Salvatorianer auch noch seelsorgerische Arbeit und bereiten junge Mitglieder auf die Arbeit als Priester in schwierigen Umfeldern vor.

Noch Fragen?