Nachhaltig und Harmonisch - Indigene und die Natur

Land ist „Nahrungsquelle, gemeinsames Haus und Altar, auf dem wir Menschen teilen“ predigte Papst Franziskus vergangenes Jahr in Mexiko. Land ist ein Geschenk und kein Eigentum, gerade die indigenen Völker dieser Erde haben das verstanden und sollen uns ein Vorbild sein.

Aus der Erde und der Natur schöpfen diese Völker ihr Wissen, ihre Kultur und Traditionen, von ihr stammen Kleidung, Nahrung und Unterkunft. Umso dramatischer sind die Folgen des Klimawandels, des Raubbaus und der Abholzung: Die Migration in urbane Zentren und der Verlust ihrer Kultur oder ihre Marginalisierung und Diskriminierung durch Menschenrechtsverletzungen und fehlendem Zugang zu menschenwürdigen Bedingungen, zu Gesundheitsversorgung, zu Bildung.

Dies alles führt auch zu einem Verlust der Vielfalt auf diesem Planeten.

100.000 Magayan - das verdrängte Volk auf Mindoro

Jedes Jahr im April macht sich Pater Hubert Kranz mit einem Freiwilligen-Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Apothekern auf den beschwerlichen Weg in das Innere der gebirgigen Inselregion Mindoro. Dort leben die Mangyan, eine Bevölkerung, die sich aus 8 verschiedenen indigenen Gruppen zusammensetzt. Nach Schätzungen leben rund 100.000 von ihnen auf der 4200 Quadratkilometer großen Insel. In den vergangenen Jahrzehnten wurden sie durch Neubesiedelung, durch Minenbaugesellschaften immer weiter verdrängt.

Zurückgezogen leben sie nun im gebirgigen Inneren der Insel. Abgeschnitten von der Außenwelt bestreiten Sie ihren Lebensunterhalt größtenteils durch das Sammeln von Feldfrüchten in der Nähe ihrer Dörfer. Einfachste und arme Verhältnisse herrschen, es mangelt an Nahrung, Bildung und vor allem an Gesundheitsversorgung. Für die meisten Bewohner ist die jährliche, so genannte „Medical Mission“ der Salvatorianer der einzige Zugang zu ärztlicher Behandlung und Medikamenten.

Improvisierte Outdoorkliniken und Altkleidermarkt

Während ihrem mehrtägigen Einsatz in den verschiedenen Dörfern versorgt das Team hunderte Menschen in improvisierten Outdoor-Kliniken. Von Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu einfachen Operationen – jeder der Hilfe oder Medikamente benötigt, erhält diese kostenlos. Viele der Krankheiten lassen sich medikamentös behandeln, manche lassen sich zukünftig auch durch einfache Maßnahmen verhindern. Um erneuten Infektionen vorzubeugen, beraten daher Apotheker und Schwestern die Bevölkerung und betreiben nachhaltige Aufklärungsarbeit.

Im  Gepäck haben unsere Mitbrüder aber auch Nahrung, Kleidung und Spielsachen für die Kinder. Unsere salvatorianische Jugendgruppe, die Pater Jordan Jugend, verkürzt den Kindern  mit Spiel, Musik und Tanz die Wartezeit bis zur Behandlung. Währenddessen assistieren unsere Novizen dem Ärzte-Team, verteilen Kleidung an die Bevölkerung oder bereiten Mahlzeiten zu, die kostenfrei an alle ausgegeben werden.

Unser Projekt in Bildern

So können Sie helfen

Derzeit wird das Projekt vor allem von einer Münchner Pfarrgemeinde und Spendern rund um das Salvatorianer Kloster Steinfeld in der Eifel getragen. Dafür sagen wir allen ein Herzliches Vergelt´s Gott.

Doch um möglichst vielen Familien und Kindern mit Medikamenten und Lebensmitteln zu helfen, können Pater Hubert Kranz und sein Team immer noch finanzielle Unterstützung gebrauchen. Helfen auch Sie.

STANDORT

Mindoro, Philippinen

Bedrohte Natur - Bedrohte Völker

Rund 370 Millionen Menschen zählen weltweit zu den so genannten Indigenen. Circa 5.000 „Naturvölker“, die Urbewohner der unterschiedlichen Länder, leben heute in rund 70 Ländern – von den Waldbewohnern des Amazonas bis zu den Inuits der Arktis. Vielerorts sind sie und ihre Lebensräume durch westliche Politik- und Wirtschaftsinteressen bedroht.

Auf den Philippinen sind rund 20% der Bevölkerung Indigene. Und auch hier werden sie oft als Menschen zweiter Klasse behandelt. Sie kämpfen vielerorts gegen Menschenrechtsverletzungen und erhalten oft keinen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

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