Seit September 2016 ist Alexander Meisinger für uns in Manila. Als Missionar auf Zeit arbeitet er dort in seinem freiwilligen, sozialen Jahr in unserem Bildungsprojekt ALSA-BUHAY. Er war hautnah dabei, als im Februar ein Großbrand ein Armenviertel in Manila zerstörte. Heute, zwei Monate danach, berichtet er von der aktuellen Lage und der bereits geleisteten Hilfe.
Die Situation wird jeden Tag ein bisschen besser. Besonders nach einem Monat konnte man deutliche Unterschiede sehen. Die betroffenen Leute sind sehr ehrgeizig und motiviert die niedergebrannte Siedlung wieder neuaufzubauen. Dabei helfen alle zusammen – klein und groß. Nur gemeinsam ist man stark, lautet das Motto.
Es wird gemeinsam gekocht und anschließend fair unter der Bevölkerung aufgeteilt. Keiner soll zu kurz kommen. Puso sa Puso hat zu Kleidungs-, Nahrungs- und Hygienemittelspenden aufgerufen. Es war ein voller Erfolg. Unser ganzes Center war voll mit diversen Paketen. Die Kleiderspenden haben wir erst systematisch auf Geschlecht und Alter sortiert, damit wir anschließend jede Familie mit passenden Hilfsmitteln unterstützen können. Jede betroffene Familie hat daraufhin diverse Karten bekommen, damit man bei der Verteilung der Spenden einen Überblick beibehalten kann. Dabei wurden Karten für Essen, Trinken, Hygienemittel und Kleidung verteilt. Zudem wurden Konstruktionsmaterialien, wie verzinkte Bleche, Sand, Zement und Speerplatten bereit gestellt.
Alexander Meisinger unterwegs in Manila – Er trifft auf Menschen, die sich ihr Zuhause ganz neu aufbauen müssen
Der Blick von oben zeigt die verheerenden Schäden – der Aufbau wird noch Wochen dauern.
Am Anfang sind ganze 72 Prozent von den Betroffenen in einem Evakuationscenter in der Nähe des Großbrandes untergebracht worden. Dadurch konnten die Familien jederzeit beim Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten mithelfen.
Der Staat hat leider bereits nach 2 Wochen alle Unterstützungsmaßnahmen eingestellt. Besonders die Leute, die Ihr Haus verloren und eine Notunterkunft bereitgestellt bekamen, litten darunter. Viele wussten zuerst nicht, wo sie vorübergehen schlafen können. Daher bauten sich manche mit Planen eine Notunterkunft oder versuchten sich an einem anderen Platz anzusiedeln.
Generell wurde vom Staat nur ein Notgeld von 20 Euro pro Familie verteilt. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dein Haus oder “nur” deine Kleidung durch den Brand verloren hast. Jede Familie hat den gleichen Geldbetrag bekommen.
Ess- und Trinkportionen haben die betroffenen Leute nur durch NGOs oder Kirchengemeinschaften bekommen. Der Staat hat sich nach den ersten zwei Wochen wieder dem Straßenbau gewidmet, anstatt die Menschen zu unterstützen. Ein Grund für das mangelnde Interesse ist womöglich die Tatsache, dass die meisten sich illegal in dieser Gegend angesiedelt haben.
Eines der größten Probleme ist noch die Hygiene. Die Müllberge vor dem Armutsviertel sind bereits verschwunden, aber die Wege sind immer noch sehr schlammig. Wasser- und Stromversorgung sind noch nicht überall vorhanden und viele Wege wegen der Brandreste nicht betretbar oder durchquerbar. Wegen mangelnder Wasserversorgung ist es sehr schwierig, den notwendigen Hygienestandard einzuhalten. Medizin ist vorhanden dank einiger Spenden. Jedoch erkranken besonders die Kleinen sehr häufig an den schwierigen Bedingungen.
Nach einem Monat haben sich viele NGOs bereits anderen Krisensituationen gewidmet. Derzeit ist nur noch der Salvatorianer-Orden mit dem Projekt „Puso sa Puso“ vor Ort tätig.
Mehr zum Einsatz von Puso erfahren Sie hier
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