Rund 350 Familien im Nord-Osten Indiens konnten mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Viele von ihnen wurden durch die Corona Pandemie arbeitslos und litten Hunger. Die Nothilfe brachte sie sicher durch die letzten Monate.
COVID Nothilfe Indien (2020)
Laut UN leiden rund 690 Millionen Menschen an Hunger. „Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Befürchtungen in Bezug auf die Zunahme von Hunger und Armut bestätigt. Analysen von internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen und der Weltbank zeigen drastische negative Auswirkungen auf die globalen Entwicklungsziele der Agenda 2030, insbesondere das Ende von Hunger und Armut. Sie wirft die Entwicklung um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück“, so die Welthungerhilfe.
Situation vor Ort (2020)
Indira* lebt im Dorf Nongbah in den Hügeln von Meghalaya in Nordost-Indien. Sie ist alt, aber dennoch die einzige „Brotverdienerin“ in der Familie, denn ihre Tochter, die zwei Kinder hat, ist an Krebs erkrankt und kann nicht mehr arbeiten. Der Schwiegersohn ist bereits vor Jahren gestorben. Somit muss Indira als Großmutter nicht nur die Tochter pflegen, sondern auch die Enkelkinder unterstützen. Ohne die Hilfe des Salvatorianers P. Probester, dem Pfarrer der Gemeinde, wäre Indira und ihre Familie wohl verloren. Indira ist eine Person aus rund 300 Familien, die seit Wochen durch die regelmäßige Nahrungsmittelausgabe der Pfarre versorgt wird. Viele Familien in der Region Nongbah aber auch im übrigen Indien befinden sich seit der Corona Krise in einer Notlage. Einfache Bauern und Tagelöhner haben durch den Lockdown von einem Tag auf den anderen ihre Einkommen verloren. Indien kämpft wie viele Länder nicht nur mit den Folgen hoher Arbeitslosenzahlen, sondern auch mit Hunger. Experten warnen davor, dass mehr Menschen am Hunger sterben könnten, als am Coronavirus. Und in der Tat, viele Menschen sorgen sich aktuell nicht um die Gefahr sich mit COVID anzustecken, sondern wissen nicht, wie sie sich und ihre Familien ernähren können.
Ziel (2020)
Schon vor der Krise lebten viele Menschen in den Gemeinden Nongbah sowie Laitkynsew von der “Hand in den Mund”. Die Pandemie hat ihnen nun ihre Existenzgrundlage geraubt und die Menschen leiden Hunger. Zwei Salvatorianer in dieser Region haben sich dieser Notlage angenommen, nämlich P. Probester in Nongbah, sowie P. Samy in Laitkynsew. Durch die Ausgabe von Getreide und Reis versucht man den Menschen und Familien zu helfen, denen es am schlechtesten geht: Allein-erziehenden Müttern, Senioren, den Familien ohne Einkommen sowie Waisenkindern.
Projektverantwortliche vor Ort: Pater Samy Arockia SDS und Pater Probester Nongsiej SDS
Spendeneinnahmen (2020): € 10.212
Projektumsetzung vor Ort (2020/2021):
Pater Samy Arockia SDS schreibt uns aus Laitkynsew: „Wir sind froh, dass sich die Situation hier sehr verbessert hat. Dennoch sehen wir, dass es einige arme Familien gibt, die immer noch Unterstützung und Hilfe benötigen. In den vergangenen Monaten haben wir fast 350 Familien in verschiedenen Dörfern mit Lebensmitteln geholfen.“ Der zweite Teil unserer COVID Nothilfe kam der Gemeinde Nongbah zugute. Auch dort stehen die Salvatorianer den ärmsten Menschen nach wie vor zur Seite. P. Probestar Nongsiej SDS schreibt uns: „Grüße aus der Gemeinde Nongbah und ein Gebet um Gottes Segen für Sie. Während der Pandemie haben wir all jenen Menschen gedankt, die großzügig und wohltätig zur Unterstützung der armen Familien beigetragen haben, die in unserer Pfarrei ansässig sind. Wir freuen uns, 300 armen Familien mit Lebensmitteln und 20 Familien mit einem Blechdach helfen zu können.“
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