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Frauenkooperative gerettet

Artikel vom 02. Dezember 2022

Über 100 alleinerziehende Mütter fanden durch die Frauenkooperative Solidarite den Weg von der Strasse. Doch durch die Coronakrise drohte das Ende. Dank großzügiger Spenden konnte der finanzielle Engpass überbrückt werden und die Kooperative vor dem Aus gerettet werden.

Geschichten des Wandels
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Hilfe für alleinerziehende Mütter in Kolumbien

2007 gründet der Laiensalvatorianer Dominique Bayet die Stiftung „Solidarite“ in Medellín; Durch die Stiftung konnte die Lebensqualität vieler Frauen und Familien verbessert werden. Das Ziel dieser Initiative ist die Ausbildung von Frauen, die oftmals alleinerziehend sind. Im Rahmen sogenannter „Soli-Gruppen“ erhalten sie eine Ausbildung und erlernen handwerkliche Tätigkeiten, etwa für die Produktion von Schmuck oder Taschen. Mit anderen Frauen („Soli-Gruppen“) lernen sie ihr Leben in die Hand zu nehmen und ein Einkommen finden, abseits von Prostitution und Drogen. Die Solidarite bewirkt die Bildung von solidarischen Frauengemeinschaften. Sie erlangen Autonomie, für sich, ihre Kinder und ihre Familien. Gemeinsam werden Lösungen von Problemen gesucht und gefunden.

Situation vor Ort (2021)

Mit den Lockdowns begann in den Armenvierteln Kolumbiens der nackte Kampf ums Überleben. Die Menschen, die bereits vor der Krise täglich um Ihre Existenz fürchten mussten, waren nun völlig an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Eine salvatorianische Initiative, die alleinerziehenden Müttern seit 2007 den Weg aus struktureller Armut und Prostitution weist, stand Ende 2021 aufgrund der COVID-Krise vor dem Ruin. Die letzten Ersparnisse waren aufgebraucht. Ohne Hilfe von außen hätten viele Mütter alles verloren, was sie sich in den letzten Jahren mühevoll aufgebaut haben.

Ziel (2022)

Mehr als 100 Frauen fanden über Solidarite den Weg in die Selbstständigkeit. Lourdes Varela, Trainerin der Frauenkooperative, ist stolz auf die vergangenen Erfolge: „Zu sehen, dass unsere Arbeit Früchte trägt, ist unglaublich befriedigend.“ Leider wirkte sich die COVID Krise auch negativ auf das Frauenprojekt „Solidarite“ aus, die Nachfrage für die Produkte der Soli-Gruppen sank drastisch und Frauen wie Valentina verloren nach und nach die Abnehmer der selbst erzeugten Produkte. Das Ziel der Kampagne von „Salvatorianer weltweit“ war das Überleben dieser Frauenkooperative zu sichern.

Projektverantwortliche vor Ort: Dominique Bayet

Spendenmittel (2022): € 15.500.-

Projektumsetzung vor Ort (2022)

Dank der Spenden der Weihnachtskampagne (2021) konnten wir mehr als € 15.000.- an den Leiter dieser Kooperative, Dominique Bayet, überweisen. Dadurch konnte das Projekt vor dem Aus gerettet werden. In Not geratene Alleinerzieherinnen werden im Rahmen dieser wertvollen Initiative aufgefangen und gefördert. Eine dieser Mütter ist Esperanza. Sie hat zwei Kinder und arbeitete früher als Prostituierte, um zu überleben. Dank eines Kurses in Schönheitspflege und Haarschneiden konnte sie die Arbeit auf der Straße aufgeben und ihren eigenen kleinen Friseursalon eröffnen. Heute kann Esperanza sogar die Ausgaben für die Ausbildung ihrer Kinder selbst tragen. Sie ist dankbar und stolz über Ihr neues Leben in Würde. Auch der Laiensalvatorianer Dominique Bayet, der dieses Programm ins Leben gerufen hat, dankt uns und den Spenderinnen für die wertvolle Nothilfe: Wichtige Programminhalte, wie die Elternschule, konnten nun auch verwirklicht werden. In der Elternschule können Kinder und Jugendliche verschiedenen Themen mit ihren Eltern besprechen, darunter etwa häusliche Gewalt. Außerdem stehen wieder Gelder für die kontinuierliche Hilfe von Frauen in dringlichen Notsituationen bereit, beispielsweise für Mietkosten, Lebensmittel oder für die Bezahlung von Psychologen und Ärzten. Im Namen des Projektleiters und im Namen der geförderten Frauen möchten wir hier nochmals DANKE sagen, für Ihre wertvolle Mithilfe!

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