Seit 2015 kämpfen die Salvatorianer in Caracas, Venezuela, mit Kunst, Sport und Musik gegen Gewalt und Drogen in den Armenvierteln. Hunderte Kinder fanden in den Workshops bisher Halt und Geborgenheit.
Bildungsworkshops für Kinder und Jugendliche
Catia, etwa 10 km westlich der Metropole Caracas gelegen, ist eines der größten Elendsviertel von Venezuela sowie Lateinamerikas. In diesem schwierigen Umfeld, geprägt von Gewalt und Armut, versuchen die Salvatorianer benachteiligten Menschen neue Hoffnung zu geben, etwa durch Einrichtungen wie Schulen, einem Gesundheitszentrum oder durch Programme zur Förderung von Frauen. Im Rahmen des Programms „Encuentro con el Arte“ (Begegnung mit der Kunst) haben Kinder und Jugendliche seit 2015 die Möglichkeit kostenlose Bildungsworkshops zu besuchen.
Situation vor Ort (2022)
Trotz seines Ölreichtums steckt Venezuela nach wie vor in einer tiefen Krise. Um der Armut und der Gewalt zu entkommen, haben in den letzten Jahren mehr als 5 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. In diesem schwierigen Lebensumfeld kämpft der Salvatorianer P. Luis Domingo Diaz SDS für mehr Gerechtigkeit und Hoffnung. Er schreibt: „Während der Zeit, in der die Welt durch die COVID-Pandemie angehalten wurde, hat unser Land Venezuela einen noch stärkeren Schlag erlitten als den, den es ohnehin schon durchmachte. Das Gesundheitswesen und das Bildungswesen brachen zusammen, Hunger und Elend nahmen weiter zu, Arbeitslosigkeit und Kriminalität stiegen an. Gerade in dieser Zeit der Krise spüren wir Salvatorianer unsere Berufung, nämlich Bedürftige sowie weniger Begünstigte zu begleiten“, schreibt uns Programmdirektor P. Luis Domingo Diaz aus Caracas.
Ziel (2022)
Kinder und Jugendliche rauben und treten Banden bei oder durchsuchen den Müll um zu überleben. Viele Schulkinder kommen mit leeren Mägen in die Schule, nicht wenige gehen gar nicht mehr hin. In diesem schwierigem Lebensumfeld gibt der Salvatorianer P. Luis Domingo Diaz hunderten Kindern und Jugendlichen durch ein kostenloses Bildungsprogramm neue Hoffnung. „Die Kinder sind nicht schuld an den Zuständen in Venezuela. Sie haben ein Recht, einfach nur Kinder sein zu können“, so P. Luis. In Caracas, San Felix und Merida besuchen über 500 Kinder und Jugendliche 23 unterschiedliche Workshops, darunter etwa Tanz, Malen und Zeichnen, Musik- sowie Sportkurse, Theater und Handwerkskurse. Pater Luis: „Die Kunst-Workshops helfen den Kindern und Jugendlichen sich geliebt zu fühlen und zu sehen, dass sie einen Raum haben, in dem sie glücklich sind, wo sie frei und spontan trainieren können, und auch wieder lächeln können. In unseren Workshops sind ausnahmslos alle willkommen.“ Dieses wichtige Angebot für Kinder und Jugendliche soll weiterhin gesichert werden.
Projektverantwortliche vor Ort: P. Luis Domingo Diaz SDS
Spendeneinnahmen (2015-2022): rund € 15.000.- / Jahr
Projektumsetzung vor Ort (2015-2021):
„In den Bildungsworkshops erreichen wir inzwischen rund 700 Kinder und Jugendliche. Diese Workshops helfen Kindern und Jugendlichen aus den Armenvierteln ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln“, so P. Luis. Er schreibt weiter: „Zu erzählen, wie wir in Venezuela leben, ist nicht einfach. Es ist ein täglicher Kampf. Denn mit dem Mindestlohn, den der Staat derzeit zahlt, kann man Essen für gerade einen Tag kaufen; Kinder und Jugendliche leben teils auf der Straße. Es gibt zahlreiche Familien, die wegen der großen Auswanderungswelle zerfallen. Umso wichtiger ist unser Angebot für die Kinder und Jugendlichen, die in diesem Umfeld gefangen sind.“
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