Eine Containerschule in Manila

2010 gründete der Salvatorianer Pater Artur Chrzanowski „Puso Sa Puso“, eine Hilfsorganisation für die Kinder in den Armenvierteln Manilas. Mit einer Schule im Container und einem alternativen Lernprogramm begann eine Erfolgsgeschichte: Mittlerweile existieren zwei Lernzentren, in denen bisher rund 600 Kinder unter 6 Jahren für die Schule und über 1200 Schüler für den Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg vorbereitet wurden.

Situation vor Ort (2018):

Parola ist eines der größten Armenviertel in der philippinischen Hauptstadt Manila. Es gilt als eines der dichtest besiedelten Gebiete der Welt. 57.000 Menschen leben dort von der Hand in den Mund, in Schmutz und menschenunwürdigen Bedingungen – viele ohne Strom und Wasser. Rund die Hälfte der Bewohner*Innen sind Kinder. Schon in jungen Jahren müssen sie zum Lebensunterhalt beitragen, sammeln Müll oder schälen Zwiebeln. Jedes zweite Kind ist hier durch körperliche und sexuelle Gewalt traumatisiert. Unter diesen Bedingungen brechen viele die Schule vorzeitig ab oder besuchen sie erst gar nicht. Mit alternativen Lehr- und Lernmethoden holen die Schüler*Innen in zwei Mal zehn Monaten die Primar- und Sekundarschule nach. Mit der bestandenen Abschlussprüfung erhalten sie einen gleichwertigen High School Abschluss, mit dem ihnen der Weg zu weiterführenden Bildungseinrichtungen offensteht. Mittlerweile gibt es auch Seminare und Programme für Eltern, junge Mütter, für Vorschulkinder. Sie alle sollen das Risiko minimieren, dass die Kinder die Schule vorzeitig verlassen oder das Programm abbrechen.

Ziel:

Die verschiedenen Sozialprogramme von Puso Sa Puso sind mehr als ein einfaches Schulprojekt. Es umfasst u.a. ein Vorschulprogramm für unter Sechsjährige, ein alternatives Lernsystem für Schulabbrecher (ALSA BUHAY), ein Berufstraining, ein Stipendienprogramm für die weiterführende Schulbildung, ein Serviceprogramm für die Eltern mit Seminaren zu Kinderrechten und Aufklärungskampagnen zum Wert von Bildung, Hilfsprogramme für Schüler und deren Familien, Gesundheitserziehung für Teenager-Mütter, eine Schulspeisung und wöchentliche Verteilung von Reis an die Familien und die traditionelle jährliche Weihnachtsfeier für rund 1.000 Kinder. Diese Programme sollen soweit wie möglich aufrecht erhalten bleiben.

Projektverantwortlicher vor Ort:

Pater Artur Chrzanowski SDS

Spendeneinnahmen (2018):

EUR 21.264.-

Projektumsetzung vor Ort (2018):

Mit den Spendengeldern konnten wir einen Beitrag bei der Finanzierung der verschiedenen Sozialprogramme von Puso sa Puso (http://www.pusosapuso.org/) leisten. „Puso sa Puso“ schenkt insbesondere Menschen am Rande der Gesellschaft neuen Mut und Hoffnung. Jedes Jahr absolvieren rund 200 Schüler*Innen dank dem Programm „Puso sa Puso“ ihren Schulabschluss. Das Projekt ist eine Erfolgsgeschichte und von großem Wert für die „vergessenen Menschen“ in den Elendsvierteln von Parola und Payatas in Manila.

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