Unsere Projekte Schutz für bedürftige Kinder
Kinderheim Caracas

Schutz für bedürftige Kinder

Catia ist ein Slum auf den Hügeln der Großstadt Caracas. Er gilt als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Um vernachlässigten Straßenkinder Schutz zu schenken, haben die Salvatorianer zwei Kinderheime errichtet.

Situation vor Ort

Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Hunger – all das ist in Venezuela an der Tagesordnung. Aus einem einst reichen Land wurde ein Armenhaus. Obwohl Venezuela reich an Öl ist, hat die jahrelange Misswirtschaft der Regierung das Land in die blanke Not gestürzt; Die Inflationsrate ist seit Jahren die höchste der Welt. An mehr als 80 Prozent aller Grundnahrungsmittel herrscht Mangel, und vier von fünf Venezolanern leben inzwischen unter der Armutsgrenze. Etwa 2,4 Millionen Menschen bleibt nichts anderes, als sich aus dem Müll der anderen zu ernähren. Soziale Spannungen nehmen zu, Perspektiven und Chancen fehlen...

Casa Hogares - Orte der Hoffnung

2005 haben die Salvatorianer das „Casa Hogar El Encuentro“ gegründet, die erste Herberge für heimatlose und vernachlässigte Straßenkinder im Alter von 3 bis 14 Jahren. Anstoß zu dieser Initiative waren fünf Waisenkinder, die ein Salvatorianer in einem abgelegenen Raum gefunden hat. Sie waren unterernährt und litten an ernsten Hautinfektionen. Was sie brauchten war schlichtweg Aufmerksamkeit und Liebe. Die zweite Unterkunft mit dem Namen „Casa Hogar El Timon“ wurde 2008 eröffnet. Hier wohnen die bereits älteren Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Insgesamt können 30 Kinder und Jugendliche in den beiden Einrichtungen aufgenommen werden. Sie bieten den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Ort, in der sie in familiärer Atmosphäre aufgerichtet werden.

Zuflucht für Strassenkinder

Die Kinder und Jugendlichen erhalten warme Mahlzeiten und man kümmert sich darum, dass sie in die Schule gehen und bei Bedarf eine medizinische Versorgung erhalten. Die Erzieher kümmern sich um eine professionelle psychologische Betreuung, helfen bei den Hausaufgaben und unternehmen mit den Kindern und Jugendluchen auch verschiedene Freizeitaktivitäten. In den letzten zehn Jahren konnten über 50 Kinder und Jugendliche in den Waisenhäusern Zuflucht finden. Die persönlichen Hintergründe dieser Kinder sind sehr unterschiedlich, dennoch haben alle extreme Situationen und Erfahrungen erleiden müssen, wie etwa Misshandlungen oder Gewalt. Manche schafften es bereits später einen Job zu finden oder eine Familie zu gründen, andere begannen zu studieren.