In den Armenvierteln von Caracas, Venezuela, ist die Not groß. Kinder kommen hungrig zum Unterricht. Mit einer Schulspeisung werden sie nun endlich wieder satt.
In den Armenvierteln von Caracas kämpfen Familien ums tägliche Überleben. Viele Kinder kommen hungrig in die Schule – manche gar nicht mehr.
“Viele Kinder leiden an Erschöpfungszuständen. Sie erzählen uns, dass sie kein Frühstück hatten, weil ihre Eltern die hohen Lebensmittelpreise nicht bezahlen können”
Elizabeth Alfonso
Mitarbeiterin Schule EL Vivero
Die Salvatorianer schenken diesen Kindern das, was sie am dringendsten brauchen: eine Mahlzeit und Bildung.
In Venezuela leben neun von zehn Menschen in Armut. Lebensmittelpreise steigen täglich, während der Mindestlohn bei unter einem US-Dollar im Monat liegt. Viele Kinder sind unterernährt. Manche brechen die Schule ab, weil sie zu schwach zum Lernen sind. Lehrer:innen berichten von Kindern, die morgens ohne Frühstück in den Unterricht kommen und vor Müdigkeit einschlafen.
Die Salvatorianer in Caracas halten seit vielen Monaten dem Hunger stand: An vier Schulen in den Vierteln Catia, El Amparo, Boquerón und Tacagua versorgen sie täglich hunderte Kinder – mit Unterricht, psychologischer Betreuung und einer Mahlzeit.
Aber das tägliche Frühstück oder Mittagessen ist keine Selbstverständlichkeit. Die Programme hängen von Spenden ab – von Menschen wie dir.
La Constancia – El Amparo
An der größten salvatorianischen Schule in Catia lernen rund 800 Kinder und Jugendliche. Seit 2023 läuft dank Spenden wieder ein Frühstücksprogramm. Für viele ist es die einzige Mahlzeit am Tag – und der Grund, regelmäßig zur Schule zu kommen.
El Vivero – Boquerón
Etwa 400 Schüler:innen erhalten hier Unterricht und Betreuung. Nach pandemiebedingten Unterbrechungen konnte auch hier das Ernährungsprogramm teilweise wiederaufgenommen werden. Lehrkräfte berichten, dass sich die Konzentration der Kinder deutlich verbessert hat, wenn Mahlzeiten gesichert sind.
Policarpo Krautle – Catia
In dieser Schule lernen 160 Kinder. Nach einer coronabedingten Pause konnte wieder mit einem reduzierten Frühstücksangebot gestartet. Sobald das Ernährungsprogramm läuft, ist die Anwesenheit fast vollständig. Die Mahlzeiten geben den Kindern Kraft, Sicherheit und Struktur im Alltag.
Grundschule Santo Domingo – Nueva Tacagua
Die einzige Schule im schwer erreichbaren Viertel bietet 80 Kindern Bildung – und seit 2025 wieder tägliche Mahlzeiten. In nur 16 Wochen wurden über 6.000 Frühstücke verteilt. Die Wiederaufnahme des Programms ist für viele Familien ein Zeichen echter Hoffnung.
Deutsche Provinz der Salvatorianer KdöR
IBAN: DE45 7509 0300 0002 3336 19
BIC: GENODEF1 M05
Salvatorianer Weltweit
IBAN: AT36 6000 0000 0231 9452
BIC: BAWAATWW
„Rund 70 Prozent der Familien in den Barrios leben in Armut, viele in extremer Armut. Kinder leiden unter Unterernährung, eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten und sozialen Risiken.“
Lagebericht 2023
Salvatorianer Venezuela
Trotz aller Schwierigkeiten setzen sich Lehrer:innen, Helfer:innen und Eltern täglich dafür ein, dass kein Kind zurückgelassen wird. In 2025 bleibt die wirtschaftliche Lage dramatisch:
Die Inflation liegt laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei 180 %, laut Observatorio Venezolano de Finanzas (OVF) bei 216,7 %, und einige Medien berichten sogar von bis zu 530 %.
Ein einfaches Frühstück kostet heute mehr als das Wochengehalt eines Lehrers. Trotzdem stehen sie jeden Tag vor ihrer Klasse – mit Hoffnung, Geduld und einem Lächeln.
Jede Spende hilft, ein Kind satt zur Schule zu schicken – damit Lernen wieder möglich wird und Hoffnung wächst.
„Schulspeisungsprogramme sind entscheidend, um Unterernährung und Schulabbrüche zu verhindern.“
Bericht aus Caracas, 2023
Mit Ihrer Hilfe schenken Sie Kindern in Venezuela Energie, Würde und Zukunft.