Eine neue Schule entsteht in Kamerun – sie gibt Kindern Hoffnung, Bildung und eine Zukunft. Helfen Sie mit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen!
Heute besuchen 9 von 10 Kindern die Schule – so viele wie nie zuvor. Dennoch können laut UNICEF nach wie vor 262 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule gehen. Gründe dafür sind Armut, Kriege oder Naturkatastrophen. Auch in Ndikinimeki, einem Dorf im Zentrum Kamerun, gibt es viele Kinder, aber zu wenige Schulen. Um diesen Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen, baut der Salvatorianer Pater Joseph Kiza nun eine neue Grundschule. Nadine* ist 37 Jahre alt und wurde in Nigeria geboren. Sie floh gemeinsam mit ihren Kindern vor der Gewalt der extremistischen Gruppe „Boko Haram“, und fand ein neues Zuhause bei ihrer Schwester in Kamerun.
Nadine erzählt, sie sei einst sehr glücklich gewesen mit ihrem Mann, einem Bauern, und den zwei Kindern. Sie hatten zwar wenig Geld, aber es war dennoch sorgenfrei. Es war ein bescheidenes, aber angenehmes Leben, so Nadine. Alles änderte sich von einem Tag auf den anderen, als eine Extremistengruppe ihr Dorf angriff. Es geschah plötzlich und alles ging schnell, aber Nadine kann sich noch an jenen Tag erinnern, als sei er gestern gewesen. Es war ein sonniger Freitag, als sie plötzlich eine Explosion hört. Menschen rennen und schreien und sie sieht bewaffnete Männer schießen. Überall fallen Menschen zu Boden. Sie sieht Blut, tote Körper – ihre Mutter und ihre Cousine werden getötet. Die Flucht beginnt…
Nadine ist heute froh, am Leben zu sein, aber sie hat alles verloren, auch ihren Mann. Nur die Kinder sind ihr geblieben. Sie hatte noch Glück, konnte sie doch zu ihrer Schwester nach Kamerun fliehen. Und dennoch ist der Alltag schwer: Sie muss Geld verdienen, denn auch ihre Schwester hat Kinder und kann nicht für alle sorgen. Die Haushaltskasse ist knapp, aber die Familie muss essen, die Kinder müssen in die Schule. Nadine will nicht hilfsbedürftig sein und sucht den Rat beim Pfarrer der Gemeinde, einem Salvatorianer.
Für den Salvatorianer Pater Joseph Kiza (s. Foto links) sind die Sorgen, die Nadine mit ihm bei einem persönlichen Gespräch teilt, nicht neu. Die Salvatorianer sind seit 2010 in der Gemeinde Ndikinimeki tätig. Sie kennen die alltäglichen Herausforderungen der Menschen im Ort. In den letzten Jahren konnten sie bereits so manche Verbesserung für die Dorfgemeinde erwirken. Sie bieten u.a. Unterstützung für benachteiligte Jugendliche und Rehabilitationsprogramme für Drogenabhängige. Sie schufen eine bessere Wasserinfrastruktur und verbesserten die Ernährungssicherheit durch Beschäftigungsprogramme und eine alternative Geflügelfarm. Nun möchten die Salvatorianer berufliche Fortbildungskurse organisieren, um Frauen wie Nadine zu fördern. Mütter, die über wenig Einkommen verfügen, sollen die Möglichkeit haben, ein Zusatzeinkommen zu erwirtschaften.
Um Müttern wie Nadine und Kindern zu helfen, wurde auch mit dem Bau einer neuen Schule begonnen. Es konnten bereits Klassenzimmer, ein Büro sowie ein Besprechungszimmer gebaut werden. Das Bauprojekt schreitet kontinuierlich voran. Die Möbel für die Klassenzimmer wurden bereits fertiggestellt, auch Lehrer wurden bereits eingestellt, und haben im August 2024 ihre Arbeit aufgenommen. Auch wurden Sorlarlampen an die Schulkinder verteilt, damit sie trotz häufiger Stromausfälle zuhause lernen können. Den Unterricht besuchen bereits über 50 Schülerinnen und Schüler. Sie werden je nach Sprachpräferenz (Französisch und englisch) und Altersgruppen in vier Klassen eingeteilt. Die Schule nimmt weiterhin Schüler auf. Es gibt ein Eltern-Lehrer Komitee und die Lehrer haben die Möglichkeiten zu sieben Schulungen erhalten.
Wir wollen die Realisierung dieses Bildungsprojektes unterstützen. Obwohl der Bau der Schule finanziell gesichert ist, fehlen in manchen Klassen noch Einrichtungsgegenstände wie Schulbänke oder Stühle. Auch Leselampen sollen an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden, die mit Solarenergie funktionieren. So können die Kinder auch dann zuhause lesen und studieren können, wenn es wie so oft keinen Strom gibt.
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