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Hungerhilfe Caracas

Nothilfe für Kinder in Caracas

Artikel vom 26. März 2020

Seit Jahren steht Venezuela vor dem Ruin. Die Bevölkerung kann sich das Nötigste nicht mehr leisten. Durch Spendengelder konnten im Jahr 2019 über 1.500 Schulkinder an vier Schulen in Caracas mit Mahlzeiten versorgt werden.

Geschichten des Wandels
Spenden ...

Hyperinflation, Wirtschaftskrise, Massenproteste: Seit Jahren steht Venezuela vor dem Ruin. Die Bevölkerung kann sich das Nötigste nicht mehr leisten. 68% der Kinder sind unterernährt. Wer kann, verlässt das Land. Nicht so der Salvatorianer Pater Luis Domingo. Er begleitet die Kinder und Schüler*innen in verschiedenen Sozialeinrichtungen und verteilt Essen wie etwa an der Schule El Vivero im Armenviertel Catia. Keiner soll hungrig nach Hause gehen.

Situation vor Ort (2019):

„Zu erzählen, wie wir in Venezuela leben, ist nicht einfach. Es ist ein täglicher Kampf”, schreibt uns der Salvatorianer Pater Luis Domingo. “Denn mit dem monatlichen, staatlichen Mindestlohn kann man Essen für gerade einen Tag kaufen. Kinder und Jugendliche leben teils auf der Straße. Es gibt viele Familien, die wegen der großen Auswanderungswelle zerfallen. Wir erleben, dass die Kriminalität zunimmt.” Besonders gravierend sind die Folgen für die Menschen in den Armenvierteln. In Catia, einem der größten Slums der Hauptstadt Caracas, können sich viele Menschen Lebensmittel kaum noch leisten. Der Schwarzmarkt floriert, doch die Preise sind horrend. Das Überleben ist schwer geworden. Schulkinder kommen hungrig in die Schulen, so auch in der Pfarrschule El Vivero, die unsere salvatorianischen Mitbrüder seit mehreren Jahren betreuen. “Viele der Kinder leiden an Erschöpfungszuständen”, berichtet uns Elizabeth Alfonso. “Die Kinder erzählen uns, dass sie kein Frühstück hatten, weil ihre Eltern die hohen Lebensmittelpreise nicht bezahlen können.” Unterernährung, Kreislaufschwächen, Konzentrationsprobleme sind nur einige der Folgen. Manche Kinder kommen erst gar nicht mehr zum Unterricht.

Ziel (2019):

Pater Luis Domingo und Elizabeth Alfonso haben sich nun mit einem Team aus Salvatorianischen Laien zusammengeschlossen. Sie wollen Abhilfe schaffen und die Kinder mit einer kostenlosen Mahlzeit am Tag versorgen. Vitaminreiches Obst und Gemüse, etwas Fleisch, sättigendes Getreide und Brot sollen dafür sorgen, dass möglichst viele Schulkinder wenigstens einmal am Tag alle wichtigen Nährstoffe erhalten. Um alle Schüler*Innen zu erreichen, wird im Zweischichtbetrieb gemeinsam mit 40 Eltern und Vertretern der Schule Essen an die Kinder verteilt.

Projektverantworlticher vor Ort

P. Luis Domingo Diaz SDS

Spendeneinnahmen (2019):

EUR 72.301.-

Projektumsetzung vor Ort (2019):

Durch die eingegangenen Spenden konnten im Jahr 2019 über 1.500 Schulkinder an vier Schulen in Caracas mit Mahlzeiten versorgt werden. Viele der Kinder, die aufgrund der katastrophalen Versorgungslage nicht mehr zur Schule kommen konnten, erschienen wieder im Unterricht. Ericka Contretas, die Administratorin der El Vivero Schule berichtet, dass die Anwesenheit der Kinder seit Beginn der Aktion von 40% auf 80% anstieg.

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