Mit einem Brei zum Trinken bekämpft der Salvatorianer Bruder Emilio Bermejo den Hunger von Kindern in Guatemala. Jedes zweite Kind ist dort unterernährt. Doch der Motor der Mühle war defekt. Nun ist er erneuert und die Mühle saniert und 1500 Familien und ihre Kinder können wieder versorgt werden. Ein echter Erfolg gegen den Hunger.
Hungerhilfe für Familien in Guatemala (2020)
Es ist April 2020 und Corona hat nun auch Guatemala in all seiner Härte erreicht. In der Küstenregion im Westen werden Isolation und Quarantäne verordnet. Für viele Menschen, die von Landwirtschaft und Handwerk leben, bedeutet dies keine Einnahmen, keinen Lohn. In dieser Ausnahmesituation versorgen zwei Salvatorianer mehr als 1.000 Familien mit Mais und Bohnen. Bruder Emilio und Pater Rodolfo erreichen rund 45 Gemeinden mit ihrem LKW und beenden so den schlimmsten Hunger und die größte Not. Viele der betroffenen Familien kennen sie persönlich.
Situation vor Ort (2020-2021)
Das Engagement der Salvatorianer in Guatemala ist vielfältig: Man stärkt die Bildung von Menschen, hilft aber auch bei der Wasserversorgung, bei Gesundheitsproblemen, in der Seelsorge oder im Wohnbau für bedürftige Familien. Die Diözese San Marcos ist dabei kein einfaches Pflaster: Die Nähe zu Mexiko bereitet Probleme mit Kriminalität und Drogenhandel. Neben den langfristigen Bildungs-Maßnahmen widmen sich die Patres auch zahlreichen Projekten, die für schnelle Hilfe sorgen und das Leben der ärmeren Bevölkerung sofort verbessern. In den vergangenen Jahren haben sie Straßen ausgebessert, Häuser bedürftiger Familien repariert, Entwässerungen angelegt und ganze Wasserversorgungen gebaut. Wer krank wird und sich die Medikamente nicht leisten kann, den versorgt ein Notfallfonds und auch körperlich beeinträchtigte Kinder können auf die Unterstützung der Salvatorianer zählen. In der Zeit von COVID nimmt allerdings der Hunger neben allen anderen Alltagproblemen eine immer größere Rolle ein.
Ziel (2020/21)
„ATOL“ heißt das Ernährungsprojekt des Salvatorianers Emilio. Mit dem gleichnamigen Brei aus Mais, Bohnen, Soja und Sesam bekämpft er die Unterernährung der Kinder in der Region. Seit Beginn der Pandemie sind immer mehr Familien vom Hunger betroffen. Das Atol wird monatlich an bedürftige Familien verteilt. Um ATOL günstiger herstellen zu können, brauchen die Salvatorianer in San Pablo eine eigene Mühle mit einem neuen Motor. Zudem fehlen ausreichenden Geldmittel, um die Zutaten einkaufen und somit die Herstellung von ATOL auch weiterhin garantieren zu können.
Projektverantwortliche vor Ort: Bruder Emilio Bermejo SDS
Spendeneinnahmen (2021): € 8.328
Projektumsetzung vor Ort (2020/2021):
Bruder Emilio berichtet, dass es sehr schwer war, den richtigen Motor für die alte Mühle zu finden. Schließlich hatten sie auch Probleme mit den neuen Riemenescheiben, diese mussten angepasst werden, aber letztendlich führten diese Mühen zu einem sogar besseren Ergebnis. Heute können sie das Produkt selbst erzeugen. Sie sparen dadurch Zeit und Benzin, weil sie die Produktion nicht mehr extern, sondern selbst durchführen können. Die Spendengelder ermöglichten den Kauf eines neuen Motors für die Mühle, sowie den Einkauf von Zutaten für ATOL. Somit konnte die Nahrungsmittel-Lieferung an knapp 1.500 Familien und rund 3.000 Kinder fortgesetzt werden.
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