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Schwangere in Salvatorianischer Krankenstation versorgt

Erste Hilfe für 15.000 Menschen gesichert

Artikel vom 31. Mai 2022

15.000 Menschen versorgt die Krankenstation in Chingulungulu im Süden Tansanias. Doch sie war von der Schließung bedroht. Wir konnten die Station sanieren und den Menschen in der Region weiterhin den Zugang zu Ärzten und Medizin sichern.

Geschichten des Wandels
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Rettung der Krankenstation in Chingulungulu

Nicht nur in Tansania, auch hierzulande herrscht vor allem in ländlichen Regionen ein Mangel an medizinischen Fachkräften. Allerdings gibt es in Österreich und Deutschland rund 500 Ärzt*Innen pro 100.000 Einwohner, in Tansania sind es gerade einmal fünf Ärzt*Innen für dieselbe Einwohnerzahl – und das in einem Land, in dem etwa die Hälfte der Einwohner unter der Armutsgrenze lebt. Die Krankenstation der Salvatorianer in Chingulungulu leistet Großes, ist aber gefährdet vom Staat geschlossen zu werden, weil es dringliche Renovierungsarbeiten braucht. Dafür fehlt der Gemeinde allerdings das Geld. Diese Krankenstation muss bestehen bleiben, ist sie doch für über 15.000 Menschen die einzige Möglichkeit für eine kostengünstige und liebevolle medizinische Versorgung.

Situation vor Ort (2021)

In der Krankenstation in Chingulungulu im Süden Tansanias werden regelmäßig Leben gerettet, wie etwa bei Entbindungen. Neben der Geburtshilfe erhalten die Mütter in dieser ländlichen Region monatliche Fortbildungen. Zudem besuchen die Krankenschwestern auch Mütter Zuhause, um sie und ihre Kinder zu schulen und über Gesundheitsfragen aufzuklären. Diese Dienstleistungen haben dazu beigetragen die Zahl der Todesfälle bei Müttern und Kindern zu reduzieren. Die Krankenstation ist die erste Anlaufstelle für die umliegende Bevölkerung. Man ist darum bemüht die Preise der Behandlungen möglichst niedrig zu halten, damit sich möglichst alle Menschen das Service leisten können. Waisen, psychisch Kranke und Menschen, die keine Verwandten haben, werden kostenlos versorgt, das Gesundheitskomitee der Pfarre spendet diese Mittel, so gut es geht. Aufgrund von dringlichen Baumängel droht die Krankenstation von der Regierung nun geschlossen zu werden.

Ziel (2021)

Die Krankenstation ist 40 Jahre alt, seit der Gründung wurden keine nennenswerten Renovierungen vorgenommen, selten konnten neue Instrumente angekauft werden. Die Räumlichkeiten zeigen drastische Mängel: Rohre sind undicht, Wände haben Risse und Löcher. An manchen Stellen fallen die Decken bereits ein. Auch der Zustand der WCs ist miserabel. Man möchte die Schließung dieser so wichtigen Einrichtung im Sinne der lokalen Bevölkerung verhindern. Im Zuge einer Renovierung plant man auch ein kleines Labor einzurichten, etwa für Blut-, Harn sowie Stuhlproben. Durch das Gelingen dieses Vorhabens soll für die arme Landbevölkerung dieser Region weiterhin eine medizinische Basisversorgung gesichert werden.

Projektverantwortliche vor Ort: P. Baraka Isuja SDS

Spendeneinnahmen (2021): 25.228

Projektumsetzung vor Ort (2021/22):

Die Renovierung ist abgeschlossen: Es wurden neue Toiletten und eine Müllverbrennungsanlage gebaut. Die Gebäude der Krankenstation sowie der Mutter-Kind- Station wurden ebenfalls renoviert. Die einzelnen Räumlichkeiten wurden repariert, so dass nun ein eigenes Labor sowie eine Apotheke entstehen konnten. In Summe erhielten wir für unsere Kampagne über 25.000 Euro. Die Hälfte dieser Gelder wurde für die Renovierung der Krankenstation in Chingulungulu verwendet. Mit dem Überschuss konnten wir weitere Krankenstationen der Salvatorianer in Tansania unterstützen: Wir halfen bei der Renovierung der Lugoba Krankenstation, und finanzierten den Kauf medizinischer Geräte in den Krankenstationen von Namiungo und Mkuranga. Vielen Dank an alle Spender und Spenderinnen, die uns dabei halfen, hier so viel Gutes zu bewegen!

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