ERSTE HILFE für 15.000 Menschen

Der Krankenstation in Chingulungulu droht die Schließung. Sie muss dringend saniert werden.

15.000 Menschen ohne Erste Hilfe

Weite Wege, wenig Ärzte und eine Behandlung, die sich viele Menschen nicht leisten können: In Tansania ist die Gesundheitsversorgung vor allem auf dem Land sehr kritisch. Wären da nicht Gesundheitseinrichtungen der religiösen Gemeinschaften, sähe die Lage noch dramatischer aus. Rund 40% decken diese Ambulanzen ab und sichern gerade auch der ärmeren Bevölkerung eine medizinische Versorgung. Eine dieser Krankenstationen leiten die Salvatorianer in Chingulungulu. Doch nun droht der Staat mit Schließung, sollten nicht zügig notwendige Renovierungen durchgeführt werden. Für die rund 15.000 Menschen in der Region hätte dies katastrophale Folgen.

Mutter-Kind-Programme schützen Leben

Imani ist glücklich. Man kann bereits die Wölbung ihres Bauch erkennen und alle sehen, dass sie guter Hoffnung ist. Heute besucht Imani eine Fortbildung für werdende Mütter in der Krankenstation von Chingulungulu. 6 Kilometer legt sie zurück, um dorthin zu gelangen. Imani ist dankbar, dass eine Krankenstation in der Nähe liegt, denn das nächste staatliche Krankenhaus ist 40 Kilometer entfernt. Der Weg dorthin kostet Zeit und Geld, die Imani und ihre Familie nicht haben. Sie leben wie die meisten in dieser Region von der Bewirtschaftung des kargen Bodens. Die finanziellen Ressourcen sind knapp.

In der Krankenstation der Salvatorianer erhält Imani kostengünstig Zugang zu Behandlung und Medizin. Zusätzlich finden hier monatlich Fortbildungen für werdende Mütter statt. Erst im letzten Monat besuchte Imani einen Kurs zum Thema Hygiene, heute wird sie gemeinsam mit anderen Müttern aus den umliegenden Dörfern mehr über gesunde Ernährung erfahren. Die Station hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass das Leben von Müttern und Kindern besser geschützt wird. Die Zahl der Todesfälle hat sich stark reduziert. Dazu beigetragen haben die Kurse, aber auch professionelle Entbindungen und das Impfprogramm. Das Klinikpersonal besucht die Mütter auch Zuhause, um sie und ihre Kinder zu schulen und über Gesundheitsfragen aufzuklären.

Wichtige Grundversorgung für die Bevölkerung

Doch nicht nur Kinder und Mütter werden hier versorgt. Malaria, Infektionskrankheiten der Haut und Harnwege, Parasiten und nicht zuletzt HIV sind die häufigsten Krankheiten, mit denen sich die Menschen der Region an die Einrichtung wenden. Rund 2.500 Patienten und Patientinnen pro Jahr versorgt das Pflegepersonal. Die Krankenstation ist die erste Anlaufstelle für die umliegende Bevölkerung.  In der Krankenstation von Chingulungulu werden die Preise der Behandlungen möglichst niedrig gehalten, damit sich alle Menschen den Service leisten können. Waisen, psychisch Kranke und Menschen, die keine Verwandten haben, werden kostenlos versorgt. Die Mittel hierfür spendet das Gesundheitskomitee der Pfarrgemeinde.

Ohne Renovierung droht die Schließung

Die kostengünstige Betreuung hat jedoch einen Nachteil: Denn während die Zahl der Patienten steigt, fehlt das Geld, um Ausstattung und Einrichtung aufrechtzuerhalten. Vor wenigen Monaten wurde die Krankenstation von der Gesundheitsbehörde angemahnt. Sollten dringlichste Renovierungsarbeiten nicht heuer durchgeführt werden, droht die Schließung der Einrichtung. Das Gebäude ist bereits 40 Jahre alt, seit der Gründung wurden keine nennenswerten Renovierungen vorgenommen. Nur selten konnten neue Instrumente angeschafft werden. Die Räumlichkeiten zeigen drastische Mängel: Rohre sind undicht, Wände haben Risse und Löcher. An manchen Stellen fällt bereits die Decke ein. Auch der Zustand der WCs ist miserabel.

Mit 10.000 Euro Basisversorgung sichern

Die Schließung dieser wichtigen Einrichtung wäre für die lokale Bevölkerung katastrophal. Lediglich 10.000 Euro wären notwendig, um die Station weiterhin in Betrieb zu halten. Mit den Geldern könnten nicht nur die nötigen Sanierungen durchgeführt werden, auch ein kleines Labor für Blut-, Harn- sowie Stuhlproben würde entstehen. Nur so kann auch zukünftig die Basisversorgung für die arme Landbevölkerung in der Region gesichert werden. Die Bevölkerung Chingulungulus hat den Salvatorianern freiwillige Mitarbeit bei der Renovierung zugesichert und sie möchte auch einen kleinen finanziellen Beitrag leisten.

Unser Projekt in Bildern

So können Sie helfen

 
1m³ Sand

€ 23

10 kg Zement

€ 65

200 Ziegelsteine

€ 114

Verhindern Sie gemeinsam mit uns, dass die Krankenstation in Chingulungulu schließen muss. Renovieren Sie mit und schützen Sie Leben.

Standort
Chingulungulu, Tansania

Salvatorianer in Tansania

1955 teilte man das Missionsgebiet der Benediktiner um Ndanda im Süden Tansanias; das Gebiet um Masasi übernahmen Salvatorianer aus England, USA und Polen. Sie unternahmen große Anstrengungen, um zunächst Pfarreien und dann auch die Diözese Nachingwea einzurichten. Erster Bischof war P. Arnold Cotey SDS aus den USA. Gleichzeitig kamen auch die Salvatorianerinnen ins Land. Erst um 1980 wurden die ersten Afrikaner in die Gesellschaft aufgenommen. Die tansanische Gemeinschaft wächst seither stetig. Heute wirken vor allem tansanische Patres und Brüder in drei Diözesen, 14 Pfarren und fünf Ausbildungshäusern. Die Patres kümmern sich um die Pfarrseelsorge und die Ausbildung der jungen Mitglieder, die Brüder um Landwirtschaften, Krankenstationen und Berufsschulen.

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